Same same but different.



Ich bin immer der festen Überzeugung, dass mir hier gar nicht so viel passiert, oder ich so viel mache, so viel unternehme, jedenfalls nichts, was ich wirklich hier niederschreiben müsste. Aber da es schon verzweifelte Aufrufe nach mehr Inhalt in diesem Blog gab (berechtigt, ich seh' es ja ein) und meine Handybilder auch etwas anderes sagen, muss ich meine verehrten Leser*innen doch mal darüber aufklären, was ich eigentlich in den letzten Tagen so gemacht habe. So viel zur absolut unnötigen Einleitung. 

Die letzte Woche war stressig und lang. Ich musste häufig in Bulebel arbeiten und das zu blöden Zeiten und meist vollkommen unsinnig. (Wieso müssen beispielsweise zwei Freiwillige stundenlang eine Session mit einer Klientin und einer Tutorin begleiten? Äh, nein? Es gibt auch sinnvolle Augaben?) Mittwoch war ich mit dem Adults Program in Paceville bowlen. Wir waren drei Tutorinnen und sechs Klient*innen und es war anstregend, aber sehr lehrreich. Leider hatten sie das Konzept von "Katie spricht aber nur Englisch!" nicht ganz verstanden, aber mit freundlich lächeln und nicken komme ich eben doch weiter, als gedacht. 

Freitag war ich nach der Arbeit erst in Hamrun und bin dann schnell schnell schnell in den Kleinbus nach Little Armier gesprungen. Inspire hat dort (eine Stunde von Marsaskala entfernt, weil auch das sehr viel Sinn macht) ein BBQ für die Angestellten organisiert. Ich habe selten (oder noch nie?) für Geld so schlecht gegessen. Lächerlich. Immerhin hatten wir alle an guten, billigen Wein gedacht, also sind wir Freiwilligen später an den Strand gegangen und haben dort noch herrlich Spaß gehabt. Wenigstens sahen Adina und ich in unseren neuen Lieblingskleidern ganz zauberhaft aus. Sowas rettet den Abend. 


Die Samstagnacht war das Highlight der Woche. Zwei Stunden lang sind wir bis zum Golden Bay gefahren und haben dort zu sechst die Nacht verbracht. Sehr viel Wein, sehr viele Cookies, sehr viel Pastasalat, sehr viel Gelächter und mindestens genauso viele Sternschnuppen-Wünsche, sowie spontane Gesangseinlagen. Schlafen war schwierig, denn Sand ist doch härter als gedacht, maltesische Strandbesucher können sehr laut sein und der Mond unglaublich hell. Für mich war das kein Problem, aber manche von uns hatten wirklich schon bessere Nächte. Aber ich glaube, dass der Sonnenuntergang und das Frühschwimmen jegliche Unannehmlichkeiten gut ausgeglichen haben. So schnell wie möglich wollen wir das wiederholen, dass aber ein bisschen besser ausgerüstet und an einem Strand mit Blick auf den Sonnenaufgang. Ich freue mich jetzt schon. Genauso und noch mehr  freue ich mich aber auf das IUSY World Festival, das genau dort stattfinden wird. Ich kann es kaum noch erwarten!

5 Uhr morgens und es gibt nichts Schöneres.

Adina, Anne-Claire, Sara und Gabriel, Alex

Schwimmen um 7 Uhr? Ja, das Wasser ist warm genug.
Der Sonntag war verständlicherweise extrem ruhig und erholungslastig, aber am Abend hat uns Anne-Claire echte Crêpes gemacht, sogar mit Nutella und Marmelade und es gibt nichts, aber auch gar nichts, das sich Sonntagsabends besser anfühlt als Nutellacrêpes mit Freunden. Merci beaucoup, ma chère. 

Momentan befinden wir uns in den zwei heißesten Wochen des Jahres (mit Ausnahme von heute, irgendwie ...) und damit ist wirklich nicht zu spaßen. Der Kopf und der Arbeitsplan will eindeutig andere Dinge als mein unangepasster Körper. Vier Liter Wasser am Tag sind nichts und mein Ventilator und ich sind unzertrennlich. Zum Glück ist diese Arbeitswoche sehr kurz und sehr leicht, da viele Programme bei Inspire hitzefrei haben. Dadurch können Freiwillige auch ruhig mal dienstagsabends Konzerte besuchen.

So wie wir das eben gestern gemacht haben. Wir sind mit einigen in meine neue liebste Dachbar gestiefelt, haben etwas getrunken, den Sternenhimmel genossen und nebenbei die Band beim Singen tatkräftig unterstützt, da sich urplötzlich dank einem maltaweiten Stromausfall akustik spielen mussten. Gibt es Schlimmeres? Ganz eindeutig ja. Karolina aus Polen hat pünktlich zu Mitternacht von uns allen ein Geburtstagsständchen und Kuchen bekommen, die Feier auf ihrem Hausdach folgt am Samstag. Adina und ich sind Punkt Mitternacht nach Hause, aber da unser Sternschnuppenziel für die Nacht noch nicht erreicht war, sind wir draußen vorm Haus geblieben, haben uns mit spanischen Mitbewohnern und Salsa auf die Straße gelegt und in die Sterne geblickt. Vielleicht hatten wir zu viel Wein, Bier, Cider, aber auf jeden Fall hatten wir eine zauberhafte Nacht und ich war selten (mehr oder weniger) grundlos so glücklich. Danke, Adina, dass ich mit dir so etwas erleben darf und dass ich die Gewissheit habe, dass wir noch viele solcher Momente haben werden. 

Stay classy, stay preppy.

Gabriel ist konstant ein übersprudelnder Ball der Freude.




Danke auch an die Lieblingsschwester und die bessere Häfte für das wunderbare Paket, 
über das ich mich sehr gefreut habe, aber das wisst ihr doch schon längst. 
Kinnie müsst ihr trotzdem gut gekühlt in Malta trinken!



1 Kommentare:

  1. Ich Danke DIR :D Und das wird auf jedenfall wiederholt ;)

    Adina

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Ejja!

Ejja!

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Über die Autorin

Katharina, ihres Zeichens 19 Jahre jung, verbringt ein EFD-Auslandsjahr als Freiwillige bei der Inspire Foundation in Marsascala, Malta und hat manchmal das Bedürfnis, über ihre Erlebnisse zu berichten.